Mayday und "Gewaltszene"

Pressemitteilung von MayDay Graz auf den Artikel "Polizei demonstriert härteres Durchgreifen" in der Kleinen Zeitung vom 11.10.2000 von Johannes Kübeck (Quelle des Artikels: Kleine Zeitung Online vom 10.10.2000)

Mayday Graz verwehrt sich gegen die im Artikel implizierten Zusammenhang zwischen "Gewaltszene" und der Gruppe MayDay Graz. MayDay Graz, ein Personenkomitee aus Studierenden und SchülerInnen, organisiert seit Februar Demonstrationen und Veranstaltungen im Rahmen des Widerstandes gegen die blauschwarze Bundesregierung in Graz. Dies reicht anscheinend schon aus, um MayDay in das Eck "Gewaltszene" zu rücken. Alle Aktionen von Mayday waren legal angemeldet und verliefen friedlich.
Entschieden weisen wir auch die Darstellung der Vorfälle vom 6.10. im Artikel zurück: Die vom Polizeieinsatz Betroffenen, darunter auch Leute von Mayday, haben nur von ihrem Recht auf friedliche Meinungsäußerung Gebrauch gemacht, von ihnen ging keine Aggression aus. Die Polizeiattacke (Niederstoßen, in Handschellen in Seitengasse schleifen, brutale Behandlung, 13 Anzeigen und das Verhindern von Aufnahmen bzw. Fotos) war völlig ungerechtfertigt und gegen jede Menschenwürde. Einige Betroffene werden eine Beschwerde beim UVS einreichen.
Im übrigen widerspricht der Autor sich selbst: Einerseits schreibt er, der Gruppe sei es nicht gelungen, sich in der ÖVP-Kundgebung bemerkbar zu machen, andererseits ist von Versammlungsstörung die Rede. Die namentliche Nennung einer Person, die die Vorfälle nur beobachtete, scheint überhaupt nur dazu zu dienen, diejenige in einen diskriminierenden Zusammenhang mit angeblichen "Gewaltszenen" zu bringen.
Genauso nicht nachvollziehbar ist die Verbindung zwischen der Protestaktion vom 6.10. mit den Studierendendemonstrationen.

MayDay Graz, Graz am 10.10.2000

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